Yul – Die längste Nacht im Sonnenjahr

Erst am späten Morgen wird es nun allmählich hell und die Nacht bricht bereits am Nachmittag wieder über den Tag herein. Die Kräfte der Natur ziehen sich tief in die Dunkelheit der Erde zurück. Auch wir schalten in dieser dunklen Zeit ein bis zwei Gänge im Alltag herunter um wie die Natur zur Ruhe zu kommen. Wir nehmen uns die Zeit und tun uns etwas Gutes das Freude macht und Entspannt. Genüsslich zehren wir von der eingefahren Ernte zu Mabon am warmen Kachelofen in der Stube. Sie ist nun Labsal in dieser dunklen Zeit.

Schamanenfeuer's Yul-Fest

Am 21. Dezember hat nun die Sonne ihren tiefsten Stand erreicht. Das Rad der Sonne scheint an ihrem Wendepunkt des Sonnenjahres still zu stehen. Symbolisch löschen wir alle entfachten Feuer und entzünden im Kreise der Sippe das „Erdfeuer“. Begleitet mit feurigen Trommelrhythmen, mystischen Klängen und Gesägen weisen wir der Sonne während der längsten und dunkelsten Nacht den Weg zurück auf ihre aufsteigende Bahn.

Schamanenfeuer's Yul-Trommeln

Vertrauensvoll säen wir die Saat unserer Projekte, Ideen, Ziele und Träume für das kommende Jahr in den Boden hinein, um zu gegebener Zeit ( zu Imbolc) neu mit den Kräften und den Säften der Natur aus dem Boden spriessen und wachsen zu lassen. Alle Projekte, Ideen, Träume und Ziele welche wir nicht weiter verfolgen wollen, lassen wir durch die starken böigen Westwinde des Dezembers wegfegen.

Wir entzünden mit der Glut des entfachten Erdfeuers die Herde und Öfen in unseren Häusern neu.

Das Feuer ins Haus bringen